Projekt “Neighbours II” 2026-2028

Neighbours II startet europaweit, um Brücken zu bauen, Vorurteile zu hinterfragen und Gemeinschaften zu stärken

Brüssel, Belgien – Partnerorganisationen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien und den Niederlanden sind heute in Brüssel zusammengekommen, um offiziell den Start von „Neighbours II: Brücken bauen, Vorurteile hinterfragen, Gemeinschaften stärken“ bekannt zu geben. Die von HIAS Europe koordinierte Initiative bringt jüdische, migrantische und andere lokale Gemeinschaften zusammen, um Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und andere Formen von Diskriminierung durch Dialog, Bildung und gemeinsames gesellschaftliches Engagement entgegenzuwirken. Das Projekt läuft von September 2026 bis August 2028.

Aufbauend auf dem erfolgreichen Modell „Getting to Know Your Neighbour“, das von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Amsterdam entwickelt wurde, sowie auf dem zuvor von der EU geförderten Projekt Neighbours, zielt die Initiative darauf ab, Begegnungen zu schaffen, die Stereotype hinterfragen, Vertrauen aufbauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer zunehmenden Polarisierung in Europa.

In den kommenden zwei Jahren wird Neighbours II rund 1.500 junge Menschen durch Bildungsbesuche in Synagogen und jüdischen Gemeindeeinrichtungen erreichen. Darüber hinaus werden fünf lokale interreligiöse und interkulturelle Bündnisse aufgebaut. Diese bringen jüdische, muslimische, christliche, säkulare, von Migrantinnen und Migranten getragene sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen, um Diskriminierung entgegenzuwirken und Solidarität zu fördern.

„In einer Zeit, in der die Spaltungen in Europa immer tiefer werden, ist es wichtiger denn je, Möglichkeiten zu schaffen, bei denen Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam an der Lösung gemeinsamer Probleme arbeiten können. Neighbours zeigt, dass Dialog und direkte Begegnungen nach wie vor wirkungsvolle Instrumente sind, um inklusive und widerstandsfähige Gemeinschaften aufzubauen“, sagte Ilan Cohn, Direktor von HIAS Europe.

Die Initiative wird von einem vielfältigen Konsortium jüdischer Gemeindeorganisationen umgesetzt. Dazu gehören das European Jewish Community Centre in Brüssel, Dorvador in Paris, die Jüdische Gemeinde HaKochaw in Unna, die Jüdische Kulturvereinigung Aviv in Valencia sowie die Liberale Jüdische Gemeinde Den Haag.

Jede dieser Organisationen wird die Aktivitäten in ihrer jeweiligen Stadt leiten.

Durch lokale Aktivitäten in fünf europäischen Städten und den grenzüberschreitenden Austausch bewährter Praktiken möchte das Projekt einen Beitrag zu den europaweiten Bemühungen leisten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Vorurteilen entgegenzuwirken.

„Was Neighbours II einzigartig macht, ist der ausdrückliche Fokus darauf, Brücken statt Zäune zu bauen, sowie die Betonung direkter menschlicher Begegnungen. Junge Menschen und Mitglieder der Gemeinden werden durch echte Gespräche und gemeinsame Erfahrungen etwas übereinander lernen und nicht aufgrund von Annahmen oder Darstellungen in sozialen Medien. Diese Begegnungen haben das Potenzial, Ängste abzubauen, Empathie zu fördern und langfristige Beziehungen zu schaffen, die auch nach dem Ende des Projekts fortbestehen“, sagte Wanda Teplitsky, Präsidentin von Masorti Europe und Vorstandsmitglied der Jüdischen Kulturvereinigung Aviv in Valencia.

Durch die Stärkung lokaler Führungspersönlichkeiten, junger Moderatorinnen und Moderatoren sowie von Gemeinschaftsorganisationen möchte Neighbours II nachhaltige Netzwerke für Dialog und konkrete Zusammenarbeit schaffen. Gleichzeitig soll das Projekt einen Beitrag zu den umfassenderen europäischen Bemühungen leisten, Antisemitismus zu bekämpfen und inklusive Gesellschaften zu fördern.

Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die von HIAS und seinen Partnerorganisationen und spiegeln nicht zwangsläufig die der Europäischen Union oder der Bewilligungsbehörde wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für diese Ansichten und Meinungen verantwortlich gemacht werden.

Kontakt

Ilan Cohn, Direktor, HIAS Europe

Telefon: +32 478 15 37 65

E-Mail: ilan.cohn@hias.org

Über HIAS Europe

HIAS Europe ist der europäische Hauptsitz von HIAS, einer seit 145 Jahren bestehenden internationalen jüdischen Organisation, die sich dafür einsetzt, das Leben von Geflüchteten, Asylsuchenden und Einwanderinnen und Einwanderern nachhaltig zu verbessern.

Mit einem klar geschärften Fokus leisten wir wichtige Unterstützung in den Bereichen Schutz und Beratung, psychische Gesundheitsversorgung, wirtschaftliche Teilhabe, Einbindung in jüdische Gemeinschaften und engagierte Interessenvertretung. Dabei setzen wir uns für die Rechte aller Menschen ein, die aufgrund von Vertreibung ihre Heimat verlassen mussten, damit sie ihr Leben neu aufbauen können. Unser Ziel ist eine Welt, in der Menschen willkommen sind, Sicherheit erfahren und neue Chancen erhalten.

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